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Mutgebet und Splitterweile

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Mutgebet und Splitterweile

Beitrag von Hirnsuppe am Do März 10, 2016 1:10 pm

Mit Waffen werde ich den Gleichmut deiner Ängste strafen und du wirst erstehen in den Urgrund deiner sterbenden Würde. Das Blut unter deinen Füßen wird den ganzen Weg verkleben, seine Spur auch haften am gelben Grunde der Stirn. Schmerz wird dich hell machen, aber in der Finsternis deiner Weile wird es sich nicht im Bilde als glanznah erwirken. Weil deine Zeichen wider Siechtum stehend Wesen sein wird, wirst du leidend den Urgrund seiner Hoheit erwarten. Haltklar bürgt das Beben seinen Anschein unter gläsernem Wall. Aber von den Streben werden Ställe triefen und im Bilde wird das Ahnen schweben, zwischen nahen Werken wird das Ferne harrend schweigsam sein.

Wirkungswinkel ziernah halten wägend Wagnis auf Wege der Wertung und wieder wählt Wissen bloß wässrig den Wagen, lässt noch haltklar sich ziehen durch den Moosglanz beschaulicher Städte. Und im Pöbel schwört die Klinge Tarnstaub, der verzogen finster am Fenster verweilt, verzweifelt zerteilt in der Ordnung fahl enger Räume stirnt am Gemüte ein Zweig stiller Blüte ~ Verachtung taucht haltlos heran an die Nacht. Der Schein kann ihr Welken sanft in sich erfahren und doch stürzt die Einfuhr zurück in das Bild der gebenden Stallung und hält sich nicht auf an der Balsamierung des Fürsten; den ersten seiner Klasse fraß der Henker für's Tal, jetzt sieh in die Nebel und binde vom Feuer die Rinde des Schmerzes, in der mein Wesen vollkommen ist und verkommen zugleich im Abbild seiner Weise, das zweifach, nicht einfach, verworfener Helden maßlos noch trotzt.

Was stiert mich im Bündnis dieser Schale auch aus; mir bleibt nicht, zu fechten in solcher Gesinnung mit solch zarten Armen und ihre Zeichen sind MEINE, ich begreif es zur Zier. Längst schon beginnen die Weiden zu zittern, die rastlosen Reiter suchten nur die blassen Gebinde, die Kerben der Kruste, und hier sind sie, wie immer, und ich bin ja in ihnen, Geist irgendwo. Im Fleisch, irgendwo. Ich hab das wirklich Besondere der Seele gefunden in der eigentlichen Belanglosigkeit des Fleisches. Doch diese beiden sind jeweils entwertet durch eine Trennung ihrer Weisen; denn so stehen sie gegeneinander: nur so bedingen sie sich. Es gibt die Hoheit des Geistes ALLEIN in der Niedertracht des Fleisches und nichts kann es selbst noch bedeuten von sich aus, wenn dieser Geist ihm dereinst entsteigen doch muss. Die Weise guten Wirkens und Werdens auf den Geist allein zu reduzieren, geht zwangsweise mit dem "Verheimlichen", dem Verleugnen gar, der fleischlichen Eigenschaften einher, wobei auch die Reduzierung auf diese, implizit bezogen auf den sinnlichen Genuss aus der Befriedigung physikalischer Reize wie Lusthunger oder Trieblust, zu einer deutlichen Abflachung tiefengeistiger Potenz verführt. Dem entgegen steht selbstgewiss die Möglichkeit, durch das bewusste Ausrichten der ureigenen Weise auf ein spezifisch vertieftes Mal der eigenen Fleischlichkeit eine tiefer greifende spirituelle Erfahrung zu erleben, die sämtliche relevanten kognitiven Denkprozesse und damit auch das Handeln nach der eigenen Weise sodann nachhaltig beeinflussen kann. Oder im Bereich des auf das rein Geistliche Reduzierte kommt es in völlig in sich selbst zerdrückten Reihen zu einem kollabierenden Ausbruch in Form von Auslebungsarten sich selbst angestrickter Tabus, die durch den Fakt, dass eben diese Tabus sich auf ganz natürliche Dinge beziehen und aus Furcht vor dem Kontrollverlust über ganz natürliche Bedürfnisse entstanden sind, zu absolut unnatürlichen und scheußlich abartigen Weisen mutieren können, so lebt es sich dann aus.

Mal lebt es sich aus, mal lebt es sich ein ~ in der Mitte aber MUSS ich begreifen können, dass ich ein Tier bin, meine Weise, wie sie ist. Und ich weiss, warum ich so geworden bin. Weil ich mich niemals fragen wollte, ob ich das eventuell mit anderen teilen würde. Oder es überhaupt nur könnte. Und selbst wenn, wollte ich mich nicht mal danach fragen, ob ich es dann auch wollen würde. Ich wollte einfach nichts davon. Weil ich es viel zu sehr gesehen habe, weil man mich mit schmerzwachen Augen an das eigene Gewicht gehängt hat, das ich meiner Welt dank des Sogs ihres Kerns an allen Dinge, so auch an mir, tatsächlich bedeute. Darin habe ich viel erkennen können mit dem neutral wertenden Verstand in einem noch wachsenden Gehirn ~ das Empathie schon verstanden hatte und so fühlt es sich an, geschlachtet zu werden.

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